Kann man eine Gleitsicht-Sonnenbrille kaufen?

Viele Brillenträger sind von den Fähigkeiten einer Gleitsichtbrille überzeugt. Die Frage die sich nun stellt ist, ob es Sonnenbrillen mit einer Gleitsichtfunktion gibt. Die Antwortet lautet selbstverständlich JA.

Bei einen Gleitsicht-Sonnenbrille handelt es sich lediglich um eine gewöhnliche Gleitsichtbrille mit getönten Gläsern. Allerdings sind die Kosten für eine Gleitsicht-Sonnenbrille sehr hoch. Zum einem muss man sich eh schon die teuerste Variante von Brillengläsern anschaffen, die Gleitsichtgläser, und zum anderen kommen die Kosten für die dunkle Tönung dazu. Je dunkler die Tönung ist, desto teurer wird das Ganze.
Aber bevor sie jetzt losrennen und sich eine Gleitsicht-Sonnenbrille kaufen sollten sie bereits seit einigen Monaten Erfahrung mit Gleitsichtbrillen haben. Wenn sie bereits seit einiger Zeit erfolgreich eine Gleitsichtbrille tragen und über keine Nebenwirkung wie Kopfweh oder Übelkeit klagen, steht einem Kauf einer Sonnenbrille mit Gleitsichtfunktion nichts mehr im Wege. Gleitsicht-Sonnenbrillen haben sich als überaus nützlich erwiesen. Denn gerade ältere Menschen, die von einer Kurzsichtigkeit und einer Altersweitsichtigkeit betroffen sind, haben im Sommer am Strand oder im Garten oft Problem mit der Sonne.

Wo kann ich eine Gleitsicht-Sonnenbrille kaufen?

Eine Gleitsicht-Sonnenbrille bekommen sie bei jedem Optiker im Ladengeschäft oder im Internet bei sogenannten Online-Optikern.

Was genau hat es mit der Gleitsicht auf sich?

Die Besonderheit der sogenannten Gleitsichtbrille sind die speziellen Brillengläser. Die Gleitsichtgläser sind in drei Bereiche eingeteilt. Im oberen Bereich ist das Glas für die Fernsicht optimiert und unten für die Nahsicht. In der Mitte befindet sich eine Zone für mittlere Sichtweiten. Das Problem bei ist, das der Übergang der Zonen fließend ist. In den Übergangszonen wird häufig das Bild verzerrt. So können Quadrate aussehen wie Rauten und Kreise werden zu Ovalen. Einige kennen diesen Effekt von übermäßigem Alkoholkonsum. Deswegen klagen einige Menschen über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, wenn sie Gleitsichtbrillen tragen.

Beschreibung der Sehnzonen einer Gleitsichtbrille
Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V.

Was ist die Ursache der Probleme?

Das Auge ist es nicht gewohnt, dass das Sichtfeld in Fern- und Nahsicht eingeteilt ist. Deswegen ist das Tragen einer Gleitsichtbrille etwas komplett Neues und es dauert einige Tage bis der Träger sich daran gewöhnt hat. Das Brillenglas mit den fließenden Übergangen Bedarf also einiger neuer Gewohnheiten. So muss man die Kopfbewegung dem Brillenglas anpassen. Will man in die Ferne schauen, so muss man den Kopf so neigen, dass man durch den oberen Teil des Brillenglases sehen kann. Das gleiche betrifft auch die Nahsicht. Will man im Nahbereich scharf sehen, so muss man den Kopf so neigen, dass man durch den unteren Teil der Brillengläser sehen kann. Dies hört sich jetzt nach einem ständigen Kopfnicken an. Allerdings fallen diese Bewegungen minimal aus und es dauert auch nur wenige Tage bis die Bewegungen in Fleisch und Blut übergehen.
Hat man nach mehreren Tagen Nicken immer noch Probleme mit der Fern- und Nahsicht, kann eine weitere Ursache für dieses Problem ein nicht korrekt geschliffenes Gleitsichtbrillenglas sein. Um diese Möglichkeit auszuschließen hilft nur der Gang zum Optiker. Dieser kann die Gläser nochmals testen und ausmessen. Viele Menschen klagen über Probleme mit der Gleitsichtbrille. Die Ursache dafür ist aber oft ein falsch geschliffenes Brillenglas. In dem Fall muss das Brillenglas erneut eingeschliffen werden. Für Gleitsichtbrillen gilt die gleiche Faustregel wie für alle Brillengläser: Je teurer die Brille, desto besser die Qualität des Glases.