Kindersonnenbrille – ja oder nein?

An der frischen Luft unterwegs zu sein, ist immer gut. Im Früher lockt die Sonne immer mehr Sonnenbegeisterte an die frische Luft. Darunter vor allem viele Kinder. Durch Mützen, Hüte und Sonnencreme ist die Haut gut geschützt. Doch was ist mit den Augen?

Wann muss mein Kind eine Sonnenbrille tragen?

Sobald die ersten Frühlingstrahlen die Wolkendecke durchbrechen ist Sonnenbrillenpflicht bei Kindern. Im April ist die UV-Strahlung zwar nicht ganz so stark wie im Hochsommer, allerdings steht die Sonne niedriger und strahlt stärk ins Gesicht. Dazu kommt, dass Kinder größere Pupillen und hellere Augenlinsen als Erwachsene haben. Deshalb können mehr gefährliche UV-Strahlen ins Augeninnere gelangen und dort die Netzhaut dauerhaft schädigen.

Woran erkenne ich eine gute Kindersonnenbrille?

Mädchen mit Kindersonnenbrille
Quelle: Marion Ramm GmbH Deutschland

Wie zu erwarten, sind die Anforderungen an Kindersonnenbrillen hoch. An erster Stelle muss die Sonnenbrille die Kinderaugen vor der UV-Strahlung der Sonne schützen. Sonnenbrillen mit dem CE-Zeichen tun dies im ausreichenden Maße. Besser wäre natürlich eine Sonnenbrille mit einem UV-400 Aufkleber. Eine so gekennzeichnete Sonnenbrille absorbiert Lichtwellen die kürzer sind als 400 Nanometer.

Neben dem UV-Schutz muss die Sonnenbrille natürlich bruchsicher sein. Ein stabiler Rahmen und bruchsichere Kunststoffgläser sind also ein Muss. Denn sollte die Brille doch kaputt gehen, entstehen so keine scharfen Splitter die das Auge verletzen könnten.

Eine Kindersonnenbrille solle keine scharfkantigen Elemente enthalten. Also muss die Qualität der Gläser, der Fassung und der Scharniere geprüft werden.

Sind die obigen Bedingungen erfüllt muss zuletzt noch der Sitz der Brille geprüft werden. Für Eltern ist das jedoch nicht immer so einfach. Deshalb ist Vorsicht beim Kauf einer Sonnenbrille beim Discounter geboten. Sicherheit bietet der Kinderbrillenkauf im Fachgeschäft.

Wie Schlimm sind Kratzer auf der Kindersonnenbrille?

Kinder spielen viel. Dass dabei auch mal ein Kratzer in die Gläser kommen kann ist völlig normal. Dennoch sollten die Gläser ausgetauscht oder eine neue Sonnenbrille gekauft werden. Der Kratzer in den Gläsern verursacht eine Störung die die Augen permanent versuchen zu korrigieren. Dadurch ermüden die Augen schneller.

Wie dunkel sollte eine Kindersonnenbrille sein?

Die Tönung der Brillengläser schützt die Augen vor Blendung durch die Sonne oder Reflektionen. Aber wie viel Licht sollen die Gläser der Kindersonnenbrille absorbieren? Wie viel Licht absorbiert wird, gibt die Tönungsstufe an. Für unsere Breiten reicht eine Sonnenbrille der Kategorie 2 vollkommen aus. Sind jedoch Touren in die Berge oder an den Stand geplant sollte die neue Sonnenbrille Tönungsstufe 3 besitzen.

Brauchen Kinder, die Kontaktlinsen tragen, auch eine Sonnenbrille?

Einige Kontaktlinsen verfügen über einen integrierten UV-Filter. Dieser reicht jedoch nicht aus um die empfindlichen Kinderaugen ausreichend zu schützend. Eine Kontaktlinse kann die das ganze Augen bedeckten. Das bedeutet, dass die gefährliche UV-Strahlung die Augen trotzdem trifft. Eine Sonnenbrille ohne Sehstärke kann problemlos über den Kontaktlinsen getragen werden.

 Fazit

Kinder sollten im Frühjahr und Sommer eine Sonnenbrille tragen, um die empfindlichen Kinderaugen zu schützen. Eine Kindersonnenbrille muss vor UV-Strahlung schützen, bruchsicher sein und gut sitzen. Dann steht dem Spiel in der Sonne nichts mehr entgegen.