Worauf muss man beim Kauf einer Sonnenbrille achten?

Sonnenbrillen sind das ganze Jahr über unverzichtbare Begleiter. Sie schützen die Augen vor schädlicher ultravioletter Strahlung. Diese Strahlung kann langfristig zu Schäden an der Hornhaut, Linse oder Netzhaut führen. Deshalb muss beim Kauf einer Sonnenbrille auf mehr als auf den modischen Aspekt geachtet werden.

Denn nicht jede Sonnenbrille bietet einen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung. Der Tönungsgrad einer Sonnenbrille z.B. sagt aus wie dunkel das Glas ist. Er ist kein Indikator, wie sicher die Sonnenbrille ist. Anders ist das mit dem CE-Zeichen.

Ist das CE-Zeichen vorhanden?

CE-Kennzeichnung Das CE-Zeichen an der Innenseite des Bügels garantiert, dass die Sonnenbrille den Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien entspricht und ist innerhalb Europas Pflicht.
Das bedeutet, dass der UV-Schutz bei allen in der EU erworbenen Sonnenbrillen gewährleistet ist. Wird die Brille bei einem Optiker oder einem seriösen Online-Handler gekauft entspricht die Brille der EU-Richtlinie. Straßenkäufen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn die Kennzeichnung könnte gefälscht sein. Allerdings sind viele Optiker in der Lage zu prüfen, ob die erworbene Brille genug Sicherheit bietet.

UV 400 – Was ist das?

UV-Licht ist nicht sichtbar. Somit ist der bloße Schutzfaktor der Brille mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Bezeichnung UV 400 bedeutet, dass die Gläser der Sonnenbrille UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer absorbiert. Die Gläser einer Sonnenbrille auf ausreichenden UV-Schutz zu überprüfen ist nur mit entsprechenden Geräten möglich. Solche Tests werden daher nur von Herstellern und einigen Optikern unternommen. Sonnenbrillen die ausreichend UV-Schutz bieten werden daher oft mit einem Aufkleber „UV 400“ gekennzeichnet.

Brauch ich einen Blauschutz?

Der Blauanteil in dem sichtbaren Licht soll vor allem bei hellen Lichtverhältnissen (Sonnenlicht) gefährlich sein. Einige Sonnenbrillen reduzieren deshalb auch den Blauanteil des sichtbaren Lichts. Allerdings gibt es noch keine Richtlinien oder Normierungen in diesem Bereich. Deshalb fehlen für die meisten handelsüblichen Sonnbrillen noch Angaben zum Blauschutz. Allerdings bieten einige Optiker Blauschutz-Messungen für Brillen an.
Eine Ausnahme ist jedoch die Schweiz. Dort wurde bereits vor einiger Zeit die Bedeutung des Blauschutzes erkannt und entsprechend darauf reagiert.

Verarbeitung und Sitz der Sonnenbrille

Frau mit Sonnenbrille
Quelle: Jee Vice

Am einfachsten ist die richtige Sonnenbrille zu finden indem man einen kurzen Selbsttest beim Kauf macht. Dazu setzt man die Brille auf und bewegt den Kopf zur Seite, nach oben und nach unten. Wenn die Brille nicht rutscht und angenehm leicht auf der Nase sitzt ist die Sonnenbrille geeignet.
Sitzt die Brille sollte die Verarbeitung überprüft werden. Die Nasenpads sollten aus Kunststoff gefertigt, flexibel sein und perfekt auf der Nase aufliegen. Die Gläser der neuen Sonnenbrille sollten richtig sitzen. Dabei ist es für den Schutz der Augen egal ob die Gläser aus Kunststoff oder echtem Glas sind. Echtes Glas ist schwerer als Kunststoff und verkratzt nicht so einfach. Macht die Verarbeitung von Glas und Fassung einen stabilen Eindruck und sind anständige Gelenke eingebaut? Die Qualität der Gelenke lässt sich überprüfen, indem man die Bügel ein wenig nach außen drückt. So können sie sicherstellen, dass die Gelenke nicht sofort ausleiern. Allerdings sollten sie darauf achten es mit dem Test nicht zu übertreiben und die Brille zu verbiegen oder kaputt machen.
Die Qualität der Gläser lässt sich relativ einfach prüfen. Dazu die Brille ca. 50 Zentimeter von sich weg vor eine gerade Linie (z.B. Fensterrahmen oder Tischkante) halten und die Brille leicht drehen. Wird die Linie verzerrt, handelt es sich um minderwertige Gläser. Diese können Kopfschmerzen und Schwindel beim tragen der Sonnenbrille hervorrufen.

Achtung Seitenschutz

Ein großer Teil der UV-Strahlung trifft nicht „von vorne“ auf die Augen, sondern seitlich. Dies liegt daran, dass UV-Strahlung sehr stark streut. Deshalb ist bei der Wahl der Brille auf einen guten Seitenschutz zu achten. Ein hoher Schutz vor Seitenstrahlung kann entweder durch die Größe der Gläser oder durch die Formgebung der Brille erreicht werden.

Passende Tönung wählen

Neben einer anständigen Verarbeitung und dem richtigen UV-Schutz ist der Tönungsgrad der Brillengläser wichtig. Der Tönungsgrad gibt an wie viel Prozent der Sonneneinstrahlung von den Gläsern absorbiert wird. Er bietet somit einen Blendschutz und schützt das Auge vor zu viel Sonneneinstrahlung. Für unterschiedliche Einsatzgebiete der Sonnenbrille gibt es auch andere Kategorien für den Blendschutz. Insgesamt gibt es vier verschiedene Tönungsstufen. Für sonnige Tage in der Stadt empfiehlt sich eine Sonnenbrille mit Tönungsstufe 2. Bei guten Brillen ist die entsprechende Schutzkategorie auf der Innenseite des Brillenbügels angegeben.

Fazit

Werden bei der Auswahl der Sonnenbrille ein paar Dinge beachtet, ist es sehr einfach die Augen das ganze Jahr vor der Sonne zu schützen und dabei modisch immer aktuell zu sein. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass die Brille einen geprüften UV-Schutz bietet, gut verarbeitet ist und bequem sitzt und den richtigen Tönungsgrad(Link) für das richtige Einsatzgebiet hat.